
Von Gänsbrunnen über die Weiten des Graitery nach Moutier
Nach einer sehr belebten Anreise im vollen ÖV waren wir froh, in Gänsbrunnen endlich den vielen Leuten entrinnen zu können. Kaum hatten wir die ersten Höhenmeter im Aufstieg hinter uns gelassen, wich dem Trubel die Stille des Waldes.
Der Start wurde durch einen medizinischen Notfall überschattet: Eine Teilnehmerin erlitt kurz nach dem Start einen epileptischen Anfall. Dank der schnellen Reaktion der Gruppe und der professionellen Hilfe der REGA konnte sie zügig und sicher ausgeflogen werden. Die Erleichterung war gross, als später die Nachricht eintraf: Es geht ihr den Umständen entsprechend wieder gut. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle für die besonnene Reaktion und das tatkräftige Anpacken!
Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hatte, führte uns das Martinswägli, die Gruppe doch etwas stiller als üblich, bei strahlendem Sonnenschein hinauf zur wunderbaren Hochebene des Oberdörfers. Dort genossen wir nicht nur unser Mittagessen, sondern die Mehrheit leistete auch diplomatische Überzeugungsarbeit: der Tourenleiter liess sich (zum Glück!) davon überzeugen, dass ein Kaffee jetzt genau das Richtige ist.
Frisch gestärkt ging es weiter über naturbelassene Hochebenen und Kreten. In schattigen Mulden erinnerten letzte Schneereste noch an den Winter. Über den kettengesicherten Aufstieg steigen wir zum Graitery. Oben angekommen, wurden wir mit einem Panorama belohnt, das die Seele öffnet. Eine Teilnehmerin brachte es treffend auf den Punkt: „Hier findet man die Weite, es ist alles so schön offen – genau das liebe ich.“
Der Abstieg nach Moutier hatte es in sich: Steile Treppen führten uns über die Felsen zügig bergab. Nach dieser abwechslungsreichen und intensiven Tour hatten wir uns das abschliessende Getränk redlich verdient, bevor uns der Zug wieder Richtung Olten brachte.
Danke an alle die teilgenommen haben – war eine tolle Gruppe!





